Category: Therapiehund in Ausbildung

1. Besuch im Rahmen des Projektes

Ich nenne es ganz bewusst Projekt, da es noch in meiner Freizeit stattfindet.
Hier möchte ich Euch quasie in Form eines Tagebuches meine Gedanken, Erlebnisse und Eindrücke erzählen, leider wird es hier kaum Bilder geben , da ja Datenschutz besteht. Wenn wir uns angenährt haben, dann werde ich sicher mal ein zwei Bilder machen und zeigen , aber auch nur von Aaron und dem , was er gerade tut – oder tun soll. Also – hier gibt es immer mal wieder was zu lesen , wie weit wir sind – und was wir gerade anstreben….

8. Juni
Ich habe ein paar Dinge eingepackt:

  • Wurst / andere kleine Leckerchen, die er besonders mag
  • besonderes Spielzeug (was er zu Hause nicht bekommt)
  • Fliegenklatsche (Pfotentrick/Balanceübung)
  • Bürste
  • Block + Stift
  • Papier
  • meine Ideen hab ich im Kopf

Nu denn – ab die Post.
Erstmal noch eine Löserunde – 15 Minuten Gassie – einmal durchbürsten – fertig

Dann sind wir soweit, ich klingel, die Dame des Hauses öffnet. Ich lasse Aaron an der kurzen Leine frei, damit er sich orientieren kann.  Ich nenne die Dame mal Fr.M. und den Herren Hr. M.

Kurze Beschreibung:
Hr. M. liegt fast nur im Bett, sitzt gelegentlich im Rollstuhl, aber wirklich sehr selten, da er einfach keine Lust mehr hat…. während der Pflege lerne ich ihn als sehr ruhigen und müden Patienten kennen. Über Gespräche auch mit Fr.M. fand ich raus, dass er Hunde hatte und über alles liebte. Zudem hat er auch noch eine beginnende Demenz. Daher dachte ich , dass es hier optimal wäre. Fr.M. versorgt Hr.M. rund um die Uhr (ausser der Pflege)

Aaron hat den Weg zu Hr.M. gefunden , welcher auf der Bettkante sass und schon gewartet hatte. Er freute sich so sehr , dass er plötzlich aufstand und sich am Tisch festhielt! Ich war so überrascht – mir fehlten die Worte! Aaron schaute Hr.M. an und umgekehrt genauso. Ich bat Hr.M. sich zu setzen. Zum Kennenlernen gab es ein paar Leckerlies in die Hand und ich erklärte , was Hr.M. dem Aaron sagen sollte , weil  Aaron sich dass Essen verdienen solle.

Wir fingen mit einfachen Dingen an , wie „SITZ“  „HIN“ „GIB PFÖTCHEN“  „KREIS“  Aaron wartete und schaute auf seine Hand und dann in seine Augen. Das mit dem Sitz klappte gut – nur musste ich ihn etwas bremsen, da er das Leckerlie erst nach Erlaubnis bekommen darf… da müssen wir also noch dran üben : Leckerlie erst auf Kommando nehmen!

Was mich auch sehr stolz machte: Hr.M. hielt Aarons Pfote sehr lange fest – wollte ihn einfach nicht mehr loslassen…. und was machte Aaron? Er wartete geduldig , schaute weg, war total ruhig und gelassen. Ja , und dann lies er auch los , und es kam natürlich die Belohnung.

Mein Klicker für die direkte Bestätigung ist auch immer dabei! Wir sind ja auch noch in der Ausbildung!

Hr.M. war richtig im Redefluss , sagte zu Aaron:  Ich bringe dir noch englisch bei !  und sagte „SIT DOWN“ mit erhobenem Zeigefinger 😀   ja – und wie sollte es anders kommen?  Aaron setzte sich 😀  Mensch war Hr.M. stolz 😀  Ich fand es richtig schön mit anzusehen! Da wusste ich wieder , warum ich das tue !

Mit dem Papier wurde folgendes getan:
Man nehme ein Stück leckere Wurst und packe es in die Mitte des Papieres, dann falte man das Papier so, dass die Wurst heile bleibt und der Hund die Wurst schön auspacken kann.
 Ziel: Hr.M. fördert seine Feinmotorik, macht sich Gedanken, wie er es richtig falten soll und der Hund auch noch ran kommt, und danach dann der Erfolg für beide! Hr.M. schaut ihm glücklich zu und schmunzelt vor sich hin schlauer Hund….schlauer Hund….    Und Aaron bekommt endlich seine Wurst ! Natürlich haben wir das zu Hause geübt 😉 Ohne Übung geht nix !

Mit der Fliegenklatsche haben wir das Balancieren eines Leckerlies geübt und Aaron das geduldige Warten auf das Leckerlie.

Zudem haben wir dann das „TOUCH“ damit vorgeführt. Aaron berührt die Klatsche mit der Pfote und bekommt aus der anderen Hand das Leckerlie.

Und dann fiel Hr.M. plötzlich noch was ein: Und sagt zum Aaron:  Warte mal, ich hab noch was für dich, jaja, warte mal , was ganz Feines, ja schau her“  und holt aus seiner Hosentasche eine Serviete raus , welche er schön gefaltet hat… zeigt sie dem Aaron und packt es aus. Fr.M. wunderte sich, was er da hat, denn sie hatte nichts gekauft! Und siehe da , Hr.M. hat ein Stückchen Fleisch vom Mittagessen verschwinden lassen, ohne dass die Frau es bemerkt hatte !  

Dann gab es eine kurze Pause, wir haben uns etwas unterhalten… Aaron durfte einfach nichts tun…. dann begannen wir mit einem Spiel. Ich hatte ein Quitschie mit, was Hr.M. ebenso Freude bereitete wie Aaron! Hr.M.suchte nämlich das Quitsche Ding und erst dann warf er es. Aaron lief natürlich hin, aber brachte es nur zögerlich zurück und leider auch lieber zu mir als zu Hr.M. also wieder was zum notieren:  Aport üben – auch von und zu fremden Menschen

All das durfte natürlich auch die Frau mit Aaron versuchen , sie schaute sehr interssiert zu und war schon ganz gespannt wie Aaron es mit ihr umsetzt.

Und schon war eine Stunde rum.

Aaron zeigte noch sein „WINKE WINKE“

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Und wir verabschiedeten uns bis nächste Woche

Therapiehund in Ausbildung – Block 2

Der 2. Theorieteil ist nun schon etwas länger her – entschuldigt meine Verspätung!  Der Tag hat einfach zu wenig Stunden!

Ich möchte Euch nun näher bringen , wo Probleme auftauchen , die man am Anfang gar nicht gesehen hat – und hoffe gute Lösungen zu finden.

Ich habe nun einige Ideen gesammelt , welche ich in meiner tiergestützen Arbeit umsetzen könnte.  Andere Azubis, die im Heim oder in der Schule arbeiten, die können den Hund einfach mitnehmen ,  da der Hund dort einen Bereich hat, wo er Ruhe und Rückzug findet und nach einer angemessenen Pause wieder zur „Arbeit“ geholt werden kann.

Ich arbeitete ja in der ambulanten Pflege , habe 15 – 25 Patienten in einem Frühdienst. Der Dienst geht von ca 6:00-12:00 bzw. bis 13:30  So lange kann ein Hund natürlich nicht mitfahren und vielleicht sogar im Auto sitzen und warten! Zudem soll der Hund ja nicht mit in die Pflege, sondern in die Betreuung!  Wie nun? Das klappt nicht während eines Dienstes – ich muss also erst nach Hause, den Hund holen und wieder zurück zum Patienten.

NEIN! So einfach ist das auch nicht! Aaron ist ein Collie – da empfielt es sich, erstmal die Bürste in die Hand zu nehmen, damit er nicht vor Ort so viel haart!20160615_154830 Zudem muss der Hund vorher auch noch Gassie gehen und die passende Laune haben! Auch Hunde können krank sein!

Aus Erzählungen in der Gruppe habe ich gehört, dass der Hund sehr wohl merkt, wenn es „arbeiten“ geht, oft bzw. meist gehen sie freudig mit, wenn Frauli die Hundetasche packt, springen sie auf und sind schon gedanklich total dabei.  Aber es gibt auch Tage – wo der Hund direkt die Decke sucht und den Kopf wegdreht. Dann sollte man den Hund vielleicht lieber zu Hause lassen. Ohne Hund sollte man natürlich etwas gutes im Peto haben!  Für diese Fälle erarbeite ich mir gerade Spiele ohne Hund, aber über den Hund.

Da das ganze für mich im Rahmen eines Projektes läuft und die Umsetzung einfach nicht anders machbar ist, muss ich meinen Frühdienst normal fahren und erst Nachmittags kommt der Aaron mit zu einem Ehepaar – wo wir einige Sachen ausprobieren. Der Einsatz beträgt nicht länger als 1 Stunde , und zwischendurch hat er auch eine Pause. Dazu später mehr!

Ideen, Tips und Tricks erfahren wir auch während den Blöcken

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Hier eine Buchempfehlung – welche nicht nur für den Bereich der Schule verwendet werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

Viele Dinge die ich erfahren hab – muss ich erst noch umsetzen und fotografieren ….
Z.B. ein Halstuch könnte ich nähen , wo gross in rot „PAUSE“ steht – somit hat der Hund deutlich sichtbar Pause und darf nicht angefasst werden. Ja auch Regeln müssen in den Bereichen wo er arbeitet aufgestellt werden.

Ich habe eine alte Jacke zerschnitten. Die Taschen ausgeschnitten – da dort verschiedenste Verschlussmöglichkeiten sind. Das fördert die Feinmotorik. Wie ich es bei den Herschaften umsetze , werdet ihr noch später lesen und sehen! Sieht schon mal recht spannend aus, oder?20160607_162512
Es wird ein kleines Poesie Album geben, wo die Patienten den Collie als Welpe bis zum erwachsenen Hund sehen können. Ein Memmoriespiel mit verschiedenen Hunderassen werde ich zaubern….. und und und

Zudem hat er ein Geschirr bekommen, welches er zur Arbeit tragen wird. Er hat sich schnell dran gewöhnt.20160613_171459  Bald werde ich ihm noch Taschen drankletten, wo auch Aufgaben und Leckerlies zu finden sind – fördert auch den Hundekontakt und die Feinmototik.

Ich werde Euch die Woche noch berichten, wie Aarons erster Besuch war – für Aaron und natürlich das liebe Ehepaar!

Aber erstmal weiter im Block2 , denn wir haben einiges ausprobiert und auch vorgeführt – leider hab ich natürlich nicht dauernd die Kamera dabei…. schade eigendlich… naja – aber eins habe ich : 20160513_154418
haha – ja – das sind wir – wir hatten Gehstöcke, Rollstuhl und Rollator , Aaron lief wunderbar mit, als hätte er nie was anderes getan.
Dann haben wir viele verschiedenste Intelligenzspielzeuge ausprobieren dürfen, welche die man kaufen, aber auch selber zaubern kann… manomann… selber zaubern…. der Tag müsste echt 34Stunden haben….MINDESTENS!!!!!!!!!!!!!!!! Eins habe ich gefilmt – das kennen sicher viele von Euch. Auch das Befüllen von solchen Spielen ist für viele ältere eine Grob- und Feinmotorische Herausforderung und umso grösser ist die Freude, wenn sie sehen, wie der Hund es schafft , die Leckerchen herauszubekommen!

nun gut – ich möchte jetzt nicht alles vorab verraten. Viel lieber zeige ich es Euch dann, wie er es macht, wohl nicht mit meinen lieben zu Betreuenden – aber es opfert sich bestimmt jemand für Bilder und ein paar Videos. Es ist für den Hund auch eine grosse Aufgabe zu Lernen, dass auch Fremde Komanndos geben, die er dann ausführen muss …. ja – daran arbeiten wir noch!

In diesem Sinne – Bis bald !
Aaron und Violetta

Der Trick mit dem Fisher-Price – Sparschwein

FISHER-PRICE-SPARSCHWEIN
Wie ich drauf gekommen bin? Na durch eine Gruppe bei Facebook. Ja auch da bekommt man wunderbare Ideen, Hilfen und Ratschläge.
Ich mich also auf die Suche gemacht…. die deutsche Version kostet sage und schreibe 120€ kaum zu glauben? Oder? Also ich gehöre ja noch zu der Generation , die gerne mal in DM umrechnet – also man lausche dem Klang:   240DEMARK  „kopfschüttel“
Gesucht habe ich also nach einem gebrauchten bei ebay Kleinanzeigen – nix – oder vergriffen – oder der Verkäufer versendet nicht…
Und plötzlich gab es eine englische Version bei Amazon 😀 der Preis unschlagbar! Eine Firma verkauft es für 35 und die andere für 22! Na dann – direkt mal bestellen 😀 20160429_183711 haha , Aaron freut sich immer über Geschenke!20160429_183657 was Aaron sich wohl denkt?
Also direkt mal ausgepackt – JAAA Batterien waren auch schon drinnen – und ausprobiert. 20160429_185526
Ich trainiere mit Klicker:
Das Geldstück erstmal oben reingelegt – und jede Berührung mit der Nase direkt beklickert und Leckerlie gegeben. Das lernen die Hunde so recht schnell. Irgendwann habe ich etwas länger abgewartet – so dass Aaron das Geldstück fester berührt hat und es somit reinfiel , also Doppelklick und Jubbel !

Die fallen nicht immer sofort rein ganz rein – habe ich aber trotzdem beklickert, weil das Fiher Price Schweini ja immer dann Geräusche macht – und dass soll er ja auch positiv verbinden. Das hat er innerhalb kürzester Zeit kapiert. Aber da haben wir erstmal aufgehört.
Ich beende meine Tricks immer mit einem positiven Lernerfolg!

Ganz am Ende soll er die Geldstücke nehmen und selber in den Schlitz legen.
Und dann wenn er ausgebildet ist – wird er die Geldstücke von meinen Klienten bekommen – welche in einem Kreis sitzen und er wird das Geldstück zum Schweini bringen – welches in der Mitte des Kreises stehen wird . Aber das wird noch etwas dauern. hier könnt Ihr weiterhin den Aufbau und irgendwann das Endresultat verfgolgen !Viel Spass beim Nachmachen !
Wer mag – kann sich hier eins bestellen! Ich bin ehrlich – und viele wissen es vielleicht auch schon: wer über meinen Link kauft – der bezahlt nichts mehr!!!! Aber wir bekommen ein paar Cent dafür! Also wir freuen uns natürlich 😉 Es kommt auch nur meinen Hunden zu Gute 😉

Therapiehund in Ausbildung Block1 Tag2

18.03.2016

Tag 2 unseres ersten Blockes!

Wir begannen den Tag wieder mit einer ausgiebigen Aaseerunde am Rad und mit Freilauf , mit Shakira wurde natürlich auch getobt.  Heute war Aaron schon ruhiger , konnte die ersten zwei Stunden liegen ohne dauernd die Hündin Emma zu nerven!  Wir haben einiges an die Hand bekommen , womit wir nun die nächsten Wochen arbeiten sollen – müssen und natürlich werden!

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Das sind also wir : Heute um 10:00

Meine nächsten Anschaffungen dafür werden sein:

  • Karteikarten: dort werde ich Tricks aufschreiben, die er lernen soll und schon kann
  • Futterbeutel:  welche ich vermutlich selber nähen werde, in verschiedenen Farben,Formen und unterschiedlichen Verschlüssen – das fördert nämlich die Feinmotorik der Klienten . Man muss ja auch nicht nur Futter reinstecken, sondern auch Aufgaben , Bilder oder Sprüche – jenachdem wo Aaron grad zum Einsatz geht
  • Leine ohne Schlaufe: wahrscheinlich werde ich eine alte nehmen und die Schlaufe abschneiden. Wieso wollt ihr wohl nun wissen?!?! …….. damit der Hund lernt , dass er sich auch mit Leine bewegen kann, und im Kehrschluss nicht der Meinung ist, dass wenn die Leine abkommt , er nun abhauen darf und nicht mehr „arbeiten“ muss
  • Target undeinen Zauberstab aus der Kinderabteilung zum Führen des Hundes
  • Halstuch: damit alle wissen, wenn er dieses trägt, dann darf er NICHT angefasst werden , dann hat er Pause!
  • Trainingstagebuch wird angelegt
  • Bücher: tiergestützte Therapie in Senioren- und Pflegeheimen / Das Therapiehundeteam und vielleicht Klickertraining

Nach dem Mittagessen sollten wir uns dann in zwei Gruppen aufteilen. Wir haben uns auf den Weg gemacht und die wunderschöne Gegend angeschaut! Die Hunde konnten sich wunderbar austoben während wir uns eine Aufgabe für die Hunde im Heim , Kindergarten oder Schule ausdenken sollten!

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Steinbruch um die Ecke

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Aaron hört sehr interssiert zu.

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Nach der Runde waren die Hunde relaxt und wir mussten weiter an die Theorie.

Natürlich folgt dann auch wieder eine Trainingseinheit: Diesmal Teppich ab und aufrollen! Leider dazu keine Bilder. Vielleicht frage ich das nächstemal meine Mitazubis : )

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Aaron hat sich mit der Emma sehr gut angefreundet

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total relaxt

 

 

 

 

 

Aaron hat meinen Rucksack mit Leckerlies gefunden , unter anderem ist die super lecker Pariballi-Wurst drinnen!

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Dann musss Aaron einige Aufgaben positiv bewältigen: IMPULSKONTROLLE: Schwitzkasten, Kopf festhalten und fixieren, von oben fixieren, anpusten, als Kopfkissen benutzen, Pfote laaaange festhalten und krabbeln.  Klar , hört sich alles easy an und Aaron macht sicher auch viel mit, aber irgendwann möchte jeder Hund seine Pfote zurück oder möchte nicht angepustet werden! Was tut er dann? Beisst er? Will er der Situation entfliehen? Kommt er wieder? Ist er für sein Leben gezeichnet? Tja – all diese Übungen muss ich mit ihm erlernen und dann auch andere mit ihm machen lassen. Angefangen mit meinem Mann, mit Freunden, mit Nachbarn und vielleicht finde ich ja noch nette Bekannte?!  Oja , es wird spannend! Ich bin wirklich neugierig wie er sich macht! Mit mir macht er ja viel und auch fast alles mit ! Die Frage ist nur, was macht er mit anderen mit?

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Das Aportel für heute war ein Quitschikrokodil

Ein Beispiel des Aportes: Aaron kann Kuscheltiere, Bälle oder den Futterbeutel aportieren! Aber was macht er bei meinem Mann? Er holt es, bringt es (nicht immer) und schmeisst es ihm aber vor die Füsse… das macht er auch bei Kindern! Das Ziel des Aports ist es aber, dass der Hund es bringt und in die Hand gibt! Und das bei jedem! Ja das müssen wir auch üben!  Auch Dinge von jemandem anzunehmen und zu mir zubringen oder umgekehrt. Für Aaron ist es schon komisch gewesen, er arbeitet noch nicht so gerne mit anderen. Da war der Goldie mit seinen 14Monaten schon viel weiter! Ich werde mal sehen , dass ich ein Stativ bekomme, womit ich Trainingseinheiten auch filme! Dann sehe ich auch , was ich besser machen kann oder wie ich auf andere wirke und wie der Hund sich wann wie verhält!

Wir sagen AUFWIEDERSEHEN!

Wir sagen dann mal : bis nächstes mal!!!

Zudem dürft ihr ja nicht vergessen: Wir haben in einigen wenigen Wochen unsere Begleithundeprüfung! Auch dafür müssen wir üben! Also muss ich aufpassen, was ich wann übe! Z.B von oben fixieren wäre ja eher schlecht, denn wenn er Vorstitz zeigt, dann muss er mich anschauen können und es auch wollen! Da darf er meinem Blick nicht ausweichen! Auch die Übung mit dem Schwitzkasten wäre sicher erstmal fehl am Platz, denn Aaron könnte ja bei der Chipkontrolle denken, dass jetzt der Schwitzkasten kommt! Also , es ist echt nicht einfach! Drückt uns mal die Daumen!

Ich denke das reicht dann für heute!

Therapiehund in Ausbildung Block1 Tag1

Tagebuch

Meine lieben Leser, nun ist es soweit! Aaron wird zum Therapiehund ausgebildet und hier möchte ich Euch immer erzählen, was wir gerade gelernt haben und lernen müssen , was wichtig ist, was Aaron super macht oder wo er  Übung braucht. Wie er sich im Einsatz verhält und und und

Für mich ist es auch neu und sehr spannend!

Um ganz von Anfang an auszuholen möchte ich nun hier auch erzählen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, zum Hund – Collie – Therapiehundeausbildung.

Die Idee entstand 2014 während meiner Schulung zur Praxisanleiterin. Dort gab es eine Mitschülerin, welche auf einer Station arbeitete, wo bereits einer im Dienst war.  So wurde ich neugierig und meine Idee war geboren. Das nächste:    Wie überzeuge ich meinen Chef? Und wie meinen Mann? Immerhin hatten wir ja schon einen Hund.   Nudenn, ich musste es wohl erst meinem Mann erzählen, denn wenn er NEIN sagt , dann hätte auch ein JA vom Chef nichts gebracht.  So habe ich mir alle wichtigen Punkte aufgeschrieben und meinem Mann vom Traum des Hobbies in den Beruf einzubringen erzählt – und dass es ein „Lassie“ werden soll, da ja die Generation, mit der ich arbeite , diesen Hund kennt.  Mein Mann gab sich einverstanden, und dachte insgeheim, dass mein Chef es nie erlauben würde……..  Tja, so hab ich mich ans Thema gemacht eine Art Referat vorbereitet – wo ich wirklich alles zusammengetragen habe, warum ein Therapiehund in unserer Einrichtig wichtig wäre. Und insgeheim habe ich auch schon nach einem Collie gesucht.  Dann kam der Termin mit meinem Chef. Mensch, ich war vielleicht aufgeregt!

Wie man nun also sieht bzw. liest: Ich hatte Erfolg! Aber es war noch eine lange Zeit, denn MEIN Aaron war ja gerade frisch geboren, und erst mit 15 Monaten kann die Ausbildung starten. Klar hatte ich auch das  grosse Bibbern zwischendurch – ob vielleicht jemand anders plötzlich auf der Matte steht , mit einem „fertigen“ Therapiehund.

Ich habe einige Bücher gelesen, die sich tatzächlich wiedersprachen: der Welpe müsse genaustens ausgesucht werden, solle keine Agressionen zeigen , nicht zu forsch sein , aber trotzdem neugierig und nicht schreckhaft…  In anderen Büchern stand, dass eigentlich jeder Hund zum Therapiehund geignet sei…..   Ein weiteres Beispiel wäre, dass der Welpe schon mit auf seine zukünftige Arbeit gehen sollte, wo anders aber stand, dass es erst ab Ausbildungsbeginn starten sollte. Tja , ich habe die goldene Mitte gewählt und nahm ihn ab und an zu bestimmten Patienten mit, damit er Rollstühle und Rollatoren kennenlernt.

Als er dann 10 Monate alt war , besuchten wir ein Beginners-Seminar, das über 2 Tage ging. Dort wurden wir schon mal vorab informiert , der Hund wurde einigen kleinen Tests unterzogen , um zu sehen , ob er überhaupt geeignet für meine Arbeit wäre.  Ja – es war alles soweit gut. Vermutlich wäre ein Arbeiten mit kleinen Kindern oder geistig behinderten Menschen nichts für ihn….. aber für meine Einsätze passte er.

Und nun ist es soweit HEUTE war der erste Tag

 

17.03.2016                                                                                                                                                                                                                     Hm , was haben wir heute also gelernt? Heute gab es etwas Geschichte zum Thema, einige Namen und Organisationen , Webseiten die für uns von Interesse wären und natürlich praktische Einheiten!                           Ich möchte hier nun natürlich nicht alles verraten, sondern nur das , was Aaron direkt betrifft. Aaron ist gerade in einer Phase, wo er alle Hündinnen toll findet und die Rüden sind nur okay, solange sie ihn nicht zu lange anschauen….(Aaron ist jetzt 19 Monate alt)

Unser Tag begann mit einer 45minutigen Rundfahrt am Aasee mit Shakira, damit er erstmal ausgepowert ist. Tja , so dachte ich zumindest, als wir um 9:45 ankamen fand er es natürlich irre spannend und wollte erstmal alle beschnuppern und vor allem überall markieren. Wir starteten den Morgen mit einer Gassie-Kennenlern-Runde. Alles lief wunderbar , keine Zwischenfälle. Mit in der Gruppe sind unter anderem ein Border Collie, Goldis und ein kleiner Pudel. Danach gab es eine Vorstellungsrunde mit einigen praktischen Einheiten.   So ging es dann im Wechsel.

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Was Aaron nun lernen muss:  „Geh zu  ……..“  wird unser Begrüssungs Ritual, dass hatten wir in der Tat so noch nie gemacht. Er wird nun lernen, dass er mit seiner Schnauze die Hand des Patienten anstubst, dazu werde ich unsere zukünftigen privaten Besucher bei uns zu Hause miteinbeziehen.                                                      Spannend fand ich auch den Test mit dem plötzlich aufschiessendem Regenschirm :   Wir sollten einfach auf der Wiese mit dem Hund am Fuss unsere Kreise und Runden drehen, Aaron erschreckte sich, sprang leicht zur Seite , war dann sofort wieder da und bellte zwei mal, wollte dann aber hin zum Schnuppern, ich habe dann Leckerlies reingeworfen – die er ohne Probleme rausnahm.   Aaron ist ein Hund , der, wenn er sich eingeengt fühlt , nicht aggresiv wird , auch nicht davon läuft , aber der weiss , dass er gehen kann , also ausweichen kann! Er muss keine Situation um jeden Preis „durchhalten“. Er sucht meinen Schutz, schaut auch zu mir , wie ich reagiere und ist dann wieder bei mir.     Übungen , die die anderen mit ihm machen sollten hat er nicht alle mitgemacht, er fand es wohl komsich auf andere zu hören. Immer wieder schaute er zu mir , aber als es um das Leckerlies ging, da war er sehr aufmerksam ging mit, machte „Sitz“ ging „bei Fuss“ und gab „Pfötchen“                                                                                                                     Es ist wirklich ein komisches und schönes Gefühl zugleich – den eigenen Hunde mit fremden Leuten in Aktion zu erleben. Aber auch das werden wir jetzt üben! Sowohl privat – als auch in einem geziehlt ausgesuchten Heim. Es wird also ein sehr spannendes Jahr! Ich freue mich schon auf morgen! Dann gibt es vielleicht auch Bilder zum Tag. Es ist jetzt 19:00 und Aaron ist fix und alle.

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